Architektur

Das Neue Museum wurde 1841 bis 1859 nach Plänen Friedrich August Stülers als zweites Museum auf der Spreeinsel errichtet.

Nachdem Bombeineischläge das Museum im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigten, wurde es seit 2003 unter der Leitung des britischen Architekten David Chipperfield wiederhergestellt.

Unter Beachtung hoher denkmalpflegerischer Auflagen galt es, dem seit 1999 zum UNESCO-Welterbe gehörenden Bau wieder authentischen Glanz zu verleihen.

Diese Herausforderung meisterte der Architekt mit Bravour, indem er Museumstorso in die Architektursprache unserer Zeit einbettete.

Behutsam nahm er – gemäß des an der Charta von Venedig ausgerichteten Restaurierungskonzepts – den Bestand des Gebäudes in seinen unterschiedlichen Erhaltungszuständen auf, Fehlstellen wurden repariert und ergänzt.

So wird das Erhaltene in seiner historischen Schönheit zur Geltung gebracht, während die Neubauteile das Verlorene reflektieren, ohne es zu imitieren, und die üppige Fülle von Stülers spätem Klassizismus tritt in einen reizvollen Dialog mit der strengen Formensprache Chipperfields.

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Neues Museum

Panzerreiter

Panzerreiter
Silber, aus dem Hacksilberfund von der Leissower Mühle (Lisów, Woj. Lubuskie, Polen), 10. Jahrhundert. n. Chr.
Museum für Vor- und Frühgeschichte / SMB
Foto: Claudia Plamp