Geschichte

8. März 1841: Friedrich Wilhelm IV, König von Preußen, befiehlt den Bau des Museums, weil die Räume des Alten Museums für die Präsentation der wachsenden Sammlungen nicht ausreichend Platz bieten. Er weist Ignaz Maria von Olfers, Generaldirektor der Königlichen Museen, und Hofbaurat Friedrich August Stüler an, Pläne und Anschläge anfertigen und einreichen zu lassen.
19. Juni 1841: Unter der Leitung von Oberbauleiter Carl Wilhelm Hoffmann beginnen die Bautätigkeiten. Bestehende Gebäude werden abgebrochen, die Baugrube ausgehoben. Es entsteht ein Pfahlrost aus 2.344 Pfählen, die mit einer aus Amerika importierten Dampframme niedergebracht werden.
1843: Die Grundsteinlegung wird gefeiert. Bis zum Ende des Jahres werden die Außenwände errichtet und das Hauptgebäude unter Dach gebracht.
1847: Wilhelm von Kaulbach beginnt mit der Ausmalung der Räume, an der zahlreiche Künstler des Berliner Spätklassizismus beteiligt sind.
1850: Als erste Abteilungen des Neuen Museums eröffnen die Ägyptische Sammlung und das Kupferstichkabinett im Untergeschoss.
1851: Der Übergang zum Alten Museum ist ausgeführt.
1854: Hoffmann übergibt die Bauleitung an Friedrich Adler, unter dem der Neubau fertig gestellt wird.
1855: Die Kunstkammer, eine Sammlung von Architekturmodellen, Möbeln sowie Ton- und Glasgefäßen, eröffnet im dritten Geschoss.
1856: Im Hauptgeschoss eröffnen die Sammlung Vaterländischer Altertümer und die Gipsabgusssammlung. Mit der Aufstellung der vier Zinkgussfiguren auf dem Dach und der Figurengruppe im Westtympanon ist das Äußere des Museums vollendet.
1859: Als letzte Sammlung des Hauses eröffnet die Ethnographische Sammlung im Erdgeschoss.
1866: Das Vestibül wird der Hauptzugang zum Neuen Museum – bis dahin erfolgte der Zugang über das Südvestibül und über den Übergang vom Alten Museum.
1919–1923: Der Griechische Hof wird zum Amarnasaal der Ägyptischen Sammlung umgebaut.
1929: Ein Übergang verbindet das Neue Museum mit dem Pergamonmuseum.
1939: Die Sammlungen werden geschlossen und deren Objekte teilweise ausgelagert. Die schweren und sperrigen Objekte insbesondere der Ägyptischen Sammlung verbleiben im Gebäude. Durch Vermauerung und Sandsäcke will man sie vor den erwarteten Bombardierungen schützen.
1943–1945: Brand- und Sprengbomben verursachen schwerste Schäden am Gebäude und an den eingelagerten Objekten.
Ab 1950: Zahlreiche ruinöse Teile des Gebäudes werden abgerissen.
1985: Die Arbeiten zur Entwicklung eines technologischen Verfahrens für die Ersatzgründung und die Sicherungsarbeiten an der Teilruine werden aufgenommen.
1997: David Chipperfield wird mit der Planung zum Wiederaufbau des Neuen Museums beauftragt.
1999: Die Museumsinsel Berlin wird in die UNESCO-Liste des Welterbes aufgenommen. Beschlossen wird, den weiteren Sanierungen das durch die Planer der einzelnen Gebäude auf der Museumsinsel entwickelte Gesamtkonzept, den Masterplan Museumsinsel, zugrunde zu legen.
2003: Mit dem Wiederaufbau des Neuen Museums wird begonnen.
21. September 2007: Das Richtfest am Neuen Museum wird gefeiert.
5. März 2009: Die Schlüssel für das Neuen Museum werden Michael Eissenhauer, Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin, übergeben.
16. Oktober 2009: Das Neue Museum wird feierlich wiedereröffnet.

Neues Museum

Berliner Grüner Kopf

Berliner Grüner Kopf
Spätzeit, 30. Dynastie, um 350 v. Chr.
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung / SMB
Foto: Margarete Büsing

museumsinsel berlin

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