Nachrichten

21. März
2013

Begrüßung des 250.000ten Besuchers in "Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete" - Ausstellung wird bis zum 4. August verlängert

Dave und Clare Babbs aus Chester in England wurden heute von Friederike Seyfried, Direktorin des Ägyptischen Museum und Papyrussammlung, als 250.000ste Besucher in der Ausstellung "Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete" begrüßt. Sie sind extra zum Besuch der Ausstellung aus England angereist. Bei ihrem Berlin-Besuch kurz vor der Wiedereröffnung des Neuen Museums 2009 hatten sie die Büste der Nofretete nicht sehen können. Das konnten sie nun mit Überraschungseffekt und einem besonderen Willkommen, wie dem Katalog und einigen Geschenkartikeln zur Ausstellung, nachholen.Nach den "Geretteten Göttern aus dem Palast vom Tell Halaf", "Pergamon. Panorama der antiken Metropole" und "Gesichter der Renaissance" können sich die Staatlichen Museen zu Berlin somit über eine weitere Ausstellung mit Besucherrekorden auf der Museumsinsel Berlin freuen.Friederike Seyfried, Direktorin des Ägyptischen Museum und Papyrussammlung, zeigt sich begeistert: "Wir freuen uns sehr über den großen Zuspruch den unsere Jubiläumsausstellung beim Publikum bislang erzielt hat und der offensichtlich zeigt, dass das Ziel, den Fund der berühmten Büste der Nofretete in seinen archäologischen und kulturhistorischen Zusammenhang einzubetten, geglückt ist. Deshalb ist es wunderbar, diese Präsentation den interessierten Gästen auch noch bis in den Sommer zeigen zu dürfen."

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07. Dezember
2012

Ausstellungseröffnung "Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete"

Am 6. Dezember 2012, genau 100 Jahre nach der Auffindung der Büste der Nofretete in Tell-el Amarna, wurde die Ausstellung "Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete" im Neuen Museum auf der Museumsinsel Berlin feierlich eröffnet. Begrüßt wurden die Gäste durch Ansprachen von Bernd Neumann, Staatsminister für Kultur und Medien, Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Michael Eissenhauer, Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin, Mohamed Higazy, Botschafter der Arabischen Republik Ägypten, sowie Friederike Seyfried, Direktorin des Ägyptischen Museums und Papyrussammlung und Kuratorin der Ausstellung.Die Büste der Nofretete sei unzweifelhaft und zu Recht im Eigentum der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, betonte Kulturstaatsminister Neumann. Dazu gäbe es umfassende Belege. Kunstwerke seien Teil eines universellen Welterbes der Menschheit, die - egal wo sie sich befänden - möglichst vielen Menschen zugänglich gemacht werden sollten. Bis zum 13. April werden neben der berühmten Büste in der Ausstellung noch nie gezeigte und erstmals restaurierte Objekte aus dem Alltagsleben Amarnas, wie Geschirr, Fliesen oder Schmuck, präsentiert. Architekturmodelle, Dokumente und Filme veranschaulichen das damalige Leben in der Residenzstadt Echnatons und Nofretetes sowie den Grabungsalltag und die Fundteilung zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Der Berliner Kaufmann James Simon hatte seit 1912 die Grabungen Ludwig Borchardts finanziert. Sie führten vor 100 Jahren zur Auffindung der Nofretete. Durch die damals übliche Fundteilung gelangten 5 500 Objekte der Amarna-Zeit nach Berlin und in den Besitz James Simons, der sie später den Königlichen, heute Staatlichen Museen zu Berlin, schenkte.

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30. November
2012

Leere Räume, volle Kisten! Die Ausstellung "Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete" entsteht

Seit gut zehn Wochen ist in den zukünftigen Räumen der Ausstellung "Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund Nofrete" im Neuen Museum auf der Museumsinsel Berlin viel los. Es wird gepinselt, geschliffen, gebohrt und geschraubt um die Ausstellung rund um die berühmte Büste der Nofretete rechtzeitig am 7. Dezember "im Licht von Amarna" erstrahlen zu lassen.Experten für Kunsttransporte und Restauratoren arbeiten Hand in Hand, um die mehr als 1300 Objekte an ihren Platz in der Ausstellung zu bringen. Ab dem 7. Dezember erzählen dann eine Vielzahl an Objekten - viele davon noch nie öffentlich gezeigt - von Religion und Kunst, von Alltag und Leben in der einstigen ägyptischen Königsstadt Amarna.

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02. November
2012

Ein Blick hinter die Kulissen: Das "Amarna-Depot" des Ägyptischen Museums und Papyrussammlung

Während der Vorbereitungen für die Ausstellung "Im Licht vom Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete" verbringt das Team von Wissenschaftlern und Restauratoren zahlreiche Stunden mit dem Sichten und Aufarbeiten der eigenen Bestände.Etwa 5.500 archäologische Objekte gelangten im Rahmen der Ausgrabung des deutschen Ägyptologen Ludwig Borchardt 1912 nach Berlin. Ein Großteil davon lagert seither in den Depots des Ägyptischen Museums und der Papyrussammlung. Im so genannten "Amarna-Depot" ist es beinahe so heiß und trocken, wie es in Amarna gewesen sein muss - eine zu hohe Luftfeuchtigkeit würde den Tausenden in Magazinen gelagerten Kleinteilen erheblich schaden. Hier werden insbesondere die typisch blau bemalte Amarna-Keramiken und sehr vielseitige und bunte Fayence-Arbeiten verwahrt. Bei dem Berühren der Ausstellungsstücke ist besondere Vorsicht geboten: Mit Handschuhen und Behutsamkeit werden die 3.000 Jahre alten Objekte aus der Ära des Pharao Echnaton und seiner Gemahlin Nofretete gesichtet. Auffällig sind dabei vor allem die leuchtenden Farben und das aufwendige Blumen-Dekor. Die Architekturapplikationen und Einlagen aus bunter Fayence belegen die luxuriöse Ausstattung der damaligen Häuser und Paläste. Auch der Schmuck und die Steinwerkzeuge aus den Bildhauerwerkstätten geben Hinweise auf das Alltagsleben der Bewohner von Amarna. Zahlreiche dieser noch die gezeigten Funde finden ihren Weg in die Ausstellung, die ab dem 6. Dezember 2012 im Neuen Museum zu sehen sein wird.

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27. Oktober
2012

Interview mit Matthias Wemhoff, Direktor des Museums für Vor- und Frühgeschichte

Was wir schon immer über das Museum für Vor- und Frühgeschichte wissen wollten … Direktor Matthias Wemhoff weiß die Antworten.Welches Zeitalter ist unter der Bezeichnung Vor- und Frühgeschichte zu verstehen? Die Bezeichnung erklärt sich aus der Wissenschaftsgeschichte: Lange Zeit wurde Geschichte als Begriff nur für die auf schriftlichen Quellen beruhende Forschung benutzt. Alles, was aus schriftlosen Epochen stammt, wurde damals als Vor- oder Urgeschichte eingestuft und alles, was nur durch wenige Schriftquellen überliefert wurde, galt als Frühgeschichte. Heute begreifen wir alle Quellengattungen als gleichberechtigte Geschichtswissenschaften. Der Bestand Ihres Museums basiert auf Grabungsfunden berühmter Forscher und Abenteurer - wie arbeiten Archäologen heute? Tatsächlich ist ein Großteil des Bestandes in den Jahrzehnten vor dem Ersten Weltkrieg im Rahmen großer Forschungsprojekte zusammengetragen worden. Aber auch Sammler haben eine große Rolle gespielt. Heute setzt der Kulturgüterschutz sinnvolle neue Rahmenbedingungen. Sammlungszuwächse sind vor allem durch den Erwerb von Altsammlungen möglich und für uns als Museum, das die älteren Epochen der europäischen Kulturgeschichte wie kaum ein anderes umfassend präsentieren kann, auch eine Notwendigkeit. Nur selten steht heute der spektakuläre Einzelfund im Mittelpunkt. Das Museum für Vor- und Frühgeschichte ist eng verknüpft mit dem Namen des weltweit bekannten Archäologen Heinrich Schliemann. Er entdeckte die Ruinen Trojas und vermachte seine Sammlung den Berliner Museen. Was bedeutet dieser einmalige Schatz für Ihr Haus? Heinrich Schliemann ist einer der großen Stifter unseres Museums und der Staatlichen Museen zu Berlin überhaupt. Er verdient es, viel stärker gewürdigt zu werden, als dies bisher der Fall ist. 9000 von einst 12000 Objekten befinden sich in unserem Museum und sind von großer Bedeutung für die Wissenschaft. Leider werden die Goldfunde und weitere Objekte noch immer in Russland völkerrechtswidrig zurückgehalten. Auch die Überreste eines Neandertalers befinden sich in Ihrer Sammlung. Was können uns Knochenfunde aus 45 000 v. Chr. heute erzählen? Gerade der Neandertaler von Le Moustier - ein prähistorischen Fundplatz in Frankreich - zeigt, wie wichtig Altsammlungen sind. Die Neandertalforschung hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht - "unser" Schädel hat dabei immer eine große Rolle gespielt und ist auch 100 Jahre nach der Erwerbung noch ein herausragendes Stück, denn es gibt bis heute nur wenige ähnlich gut erhaltene Neandertalerfunde. Was war das spannendste oder bedeutsamste Objekt, das Sie selbst in Ihrer Funktion als Archäologe wieder ans Tageslicht gebracht haben? Es waren unscheinbare, aber gut datierbare Scherben und eine Münze aus dem 9. Jahrhundert, die es mir ermöglicht haben, eine Brandschicht bei der Ausgrabung des Damenstiftes Herford zu datieren. Dies war ein Schlüsselfund für die Gesamtinterpretation der Grabungsbefunde

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02. Mai
2012

Papyrussammlung präsentiert 6000 Dokumente aus dem antiken Ägypten in einer Online-Datenbank

Im Rahmen eines Digitalisierungsprojekts wird das Ägyptische Museum und Papyrussammlung der Staatlichen Museen zu Berlin bis Herbst 2013 6000 Texte in einer Online-Datenbank zur Verfügung stellen. Das Vorhaben wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.Es bietet Altertumswissenschaftlern wie auch der am antiken Ägypten interessierten Öffentlichkeit Zugang zu hochwertigen Objektabbildungen und begleitenden Informationen sowie weiterführende Recherchemöglichkeiten. Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, sagte hierzu: »Diese Datenbank zeigt exemplarisch, welch große Chance die Digitalisierung von Kulturgütern bietet. Gerade fragile Objekte können so von einer Vielzahl von Interessierten betrachtet werden, dies wäre im Museum oftmals kaum oder gar nicht möglich«. Das Projekt unterstreicht das Bestreben der SPK, große Teile ihrer Bestände zu digitalisieren und der Öffentlichkeit orts- und zeitunabhängig sowie kostenfrei zugänglich zu machen. Die von der Papyrussammlung erhobenen Daten fließen in den kommenden Monaten in das Portal »SPK Digital« und darüber in die Deutsche Digitale Bibliothek (DDB) ein. Die DDB wird im Laufe dieses Jahres in einer Beta-Version mit einem Datenbestand von circa 6 Millionen Objekten frei geschaltet. Die »Berliner Papyrusdatenbank (BerlPap)« präsentiert zurzeit bereits 650 Objekte, davon werden viele zum ersten Mal überhaupt abgebildet. Der Projektleiter bei der Papyrussammlung, Fabian Reiter, hofft auf eine Verlängerung der finanziellen Förderung. So könnten weitere Exponate in die Datenbank eingestellt und auch wissenschaftlich wie restauratorisch bisher unbearbeitete Objekte, die noch in Originalfundkisten aus den Grabungskampagnen lagern, berücksichtigt werden. Die Papyrussammlung der Staatlichen Museen zu Berlin umfasst unter anderem einige zehntausend mit Schrift versehene Papyri, 7000 Ostraka (beschriftete Tonscherben) und über 1000 Pergamente. Sie ist damit die bedeutendste Papyrussammlung in Deutschland und zählt weltweit zu den fünf größten Sammlungen ihrer Art.

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21. September
2011

Neues Museum wird mit Deutschem Architekturpreis ausgezeichnet

Für ihre herausragende Arbeit erhalten David Chipperfield und sein Team im Oktober 2011 den Deutschen Architekturpreis. Das Neue Museum wurde zudem mit dem "Philippe Rotthier European Prize for Architecture" in der Kategorie "best museum renovation" gewürdigt. Seit seiner Eröffnung im Jahr 2009 hat das Neue Museum schon zahlreiche Preise erhalten:2011 - "Preis der Europäischen Union für zeitgenössische Architektur/Mies-van-der-Rohe-Preis" - "Deutscher Architekturpreis" - "Philippe Rotthier European Prize for Architecture" 2010 - Preis der Europäischen Union für das Kulturerbe "Europa Nostra Award 2010" - "Große Nike" (Hauptpreis) und "Nike für Detailvollkommenheit 2010" vom Bund Deutscher Architekten (BDA) - "Travel + Leisure Design Award 2010" in der Kategorie "Bestes Museum" 2009 - "BDA-Preis Berlin" - Sonderpreis zum Architekturpreis Berlin - "BZ-Kulturpreis Berli" - "RIBA Award" sowie den "RIBA Crown Estate Conservation Award" des Royal Institute of British Architects - "Excellence in Design Award" in der Kategorie "Historical Preservation/Restoration" des American Institute of Architecture UK Chapter

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11. April
2011

Neues Museum erhält EU-Preis für zeitgenössische Architektur / Mies-van-der-Rohe-Preis 2011

Das Neue Museum wird mit dem Preis der Europäischen Union für zeitgenössische Architektur/Mies-van-der-Rohe-Preis ausgezeichnet. Dies gab die Europäische Kommission bekannt. Der Sonderpreis für junge Architekten geht an Ramon Bosch und Bet Capdeferro für das Haus "Collage" in Girona, Spanien.Das ursprüngliche Neue Museum wurde nach den Plänen von Friedrich August Stüler in der Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet. Während des Zweiten Weltkrieges wurde es jedoch schwer beschädigt. Im Jahr 2003 begann dann der Wiederaufbau mit dem Ziel, dem Gebäude wieder zu seinem einstigen Glanz verhelfen. David Chipperfield, der zusammen mit seinem britischen Kollegen Julian Harrap an diesem Projekt arbeitete, wählte für die Restaurierung ein dynamisches Konzept. Anstatt die Unterschiede zwischen alten und neuen Elementen zu kaschieren, wurden Vergangenheit und Gegenwart auf bewundernswerte Weise kombiniert und damit ein einmaliges und vielschichtiges Gebäude geschaffen. Die Preisträger wurden unter 343 Bewerbern aus 33 europäischen Ländern ausgewählt. Sechs Arbeiten kamen in die Endauswahl, darunter: - Jugendtheater Bronks (Brüssel, Belgien, entworfen von Martine De Maeseneer, Dirk Van den Brande), - MAXXI: Museum der Künste des XXI. Jahrhunderts (Rom, Italien, von Zaha Hadid, Patrick Schumacher, Gianluca Racana), - Danmarks Radio Koncerthus (Kopenhagen, Dänemark, von Jean Nouvel), - Akropolis-Museum (Athen, Griechenland, von Bernard Tschumi), - Rehabilitationszentrum Groot Klimmendaal (Arnheim, Niederlande, von Koen van Velsen). Die Preise werden am 20. Juni 2011 im Mies-van-der-Rohe-Pavillon in Barcelona verliehen (Mies-van-der-Rohe-Preis 2011). Der Preis der Europäischen Union für zeitgenössische Architektur wird von dem Kultur Programm der Europäischen Kommission und der Mies van der Rohe Stiftung unterstützt.

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31. März
2011

Verschollene Berliner Museumsinventare in Dresden entdeckt

Mehrere historische Sammlungsverzeichnisse des Berliner Museums für Vor- und Frühgeschichte sind jüngst in Dresden aufgefunden und den Staatliche Museen zu Berlin am 30. März 2011 feierlich übergeben worden.Bei einer Revision von Schriftgutbeständen am Sächsischen Landesamt für Archäologie kamen die drei äußerlich unscheinbaren Bücher zum Vorschein. Zwei von ihnen gehören zu dem seit 1945 verschollenen, ursprünglich sechs handschriftliche Folianten umfassenden "Inventarium Vaterländischer Altertümer". Dieser mit zahlreichen Handzeichnungen bebilderte Museumskatalog enthielt ausführliche Informationen zu bedeutenden archäologischen Bodenfunden aus allen Teilen Preußens, die nach der 1829 erfolgten Gründung eines preußischen Staatsmuseums für Prähistorische Archäologie in großer Zahl in dessen Fundus eingegangenen waren - nicht wenige aus der Kunstkammer der Hohenzollern. Der Gründungsdirektor dieses ab 1849 im Neuen Museum ansässigen Instituts, der Historiker Dr. Leopold Freiherr von Ledebur (1799 - 1877), hatte die ersten Bände schon 1835 angelegt und über 40 Jahre hinweg eigenhändig fortgeführt. Das dritte der wiederentdeckten Sammlungsverzeichnisse, ein archäologisches Erwerbungsjournal aus den 1880er Jahren, vermerkt unter anderem einige der Schenkungen Rudolf Virchows und Heinrich Schliemanns an die Berliner Museen. Solche Namen waren es auch, die die Dresdner Historikerin Ivonne Burghardt vergangenes Jahr dazu angeregt hatten, nach einer Berliner Provenienz der wertvollen Quellenwerke zu recherchieren. In die Stadt an der Elbe waren die drei Bände bereits im Jahr 1958 gelangt. Bei der Rückgabe von Museumsgütern aus der damaligen UdSSR in die DDR hatten sowjetische Museologen sie versehentlich den Buchbeständen der Dresdner Kunstsammlungen zugeordnet. 53 Jahre danach kehrten sie nun in jenes Museum zurück, dessen älteste archäologische Bestände sie dokumentieren. Bei den Berliner Museumsleuten ist die Freude darüber groß. Ihre Hoffnung, dass alle sechs Folianten des "Inventariums Vaterländischer Altertümer" eines Tages wieder nebeneinander im Archiv stehen, erscheint angesichts des "Dresdner Inventarienfundes" nicht mehr unrealistisch.

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31. März
2011

Neues Museum unter den Finalisten des Preises der Europäischen Union für zeitgenössische Architektur 2011

Die Europäische Kommission und die Mies van der Rohe-Stiftung haben die Namen der sechs Finalisten im Wettbewerb um den "Preis der Europäischen Union für zeitgenössische Architektur 2011, den Mies van der Rohe-Preis", bekannt gegeben. Insgesamt wurden 343 Projekte aus 33 Europäischen Ländern einreicht.Mit dem Preis werden herausragende zeitgenössische Bauwerke ausgezeichnet. Er ist der renommierteste europäische Architekturpreis, mit 60.000 EUR dotiert und wird seit 1987 alle zwei Jahre verliehen. Die Projekte werden von unabhängigen Experten, Mitgliedsverbänden des Architect's Council of Europe, von Architektenkammern und dem Beirat des Preiskommittees nominiert. Der Preis wird am 20. Juni 2011 im Mies van der Rohe-Pavillon in Barcelona, Spanien, verliehen. "Unsere Finalisten haben alle zweierlei gemeinsam: Sie sind Europäer, und sie gehören in die Riege der visionärsten Architekten der Welt. Mit unserem Preis würdigen wir ihr Talent und veranschaulichen, was unsere Kreativwirtschaft in wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und kultureller Hinsicht leistet", sagte Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend. In die Endauswahl kamen: - Neues Museum (Berlin, Deutschland) David Chipperfield Architects / David Chipperfield - Jugendtheater Bronks (Brüssel, Belgien) MDMA - Martine De Maeseneer Architecten / Martine De Maeseneer, Dirk Van den Brande - MAXXI: Museum der Künste des XXI. Jahrhunderts (Rom, Italien) Zaha Hadid Architects / Zaha Hadid, Patrick Schumacher, Gianluca Racana - Danmarks Radio Koncerthus (Kopenhagen, Dänemark) Ateliers Jean Nouvel / Jean Nouvel - Akropolis-Museum (Athen, Griechenland) Bernard Tschumi Architects / Bernard Tschumi - Rehabilitationszentrum Groot Klimmendaal (Arnheim, Niederlande) Architectenbureau Koen van Velsen / Koen van Velsen

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10. Februar
2011

Grab von Combe Capelle in Frankreich ist Jahrtausende jünger als bislang angenommen

Einem Wissenschaftlerteam mit Mitgliedern des Museums für Vor- und Frühgeschichte - Staatliche Museen zu Berlin, der Universität Greifswald, des Max-Planck Instituts für Evolutionsforschung Leipzig und des Leibniz-Labors für Altersbestimmung und Isotopenforschung Kiel ist es gelungen, das Geheimnis um die Datierung des 1909 von dem Schweizer Otto Hauser entdeckten Grabes von Combe Capelle zu lüften.Seit seiner sensationellen Entdeckung galt das Grab von Combe Capelle als einer der ältesten Funde unserer heutigen Art Homo sapiens in Europa. Auch wenn sein hohes postuliertes Alter von über 30.000 Jahren und sein Zusammenhang mit dem Übergang zur jüngeren Altsteinzeit (Chatelperronien) aufgrund der Fundumstände mitunter angezweifelt wurden, so galt der eiszeitliche Zusammenhang des mit einer Muschelkette ausgestatteten Toten bislang als gesichert. Nachdem eine erste Beprobung des berühmten Schädels für eine Radiokarbondatierung negativ verlief, wurde als zweite Probe im Juni 2009 in Kiel ein Molar aus dem Unterkiefer entnommen. In anderen Fallen zeigte der kompakte Zahnschmelz die besseren Erhaltungsbedingungen des notwendigen Kollagens für eine Radiokarbondatierung. Nach Aufbereitung und intensiver Reinigung der gelösten Zahnsubstanz konnte eine ausreichende Kollagenmenge extrahiert werden. Die anschließende Messung im Beschleunigerverfahren am Kieler Labor lieferte für den vermeintlichen frühen Homo sapiens ein um Jahrtausende jüngeres Datum von 7575 v. Chr. Die neue Datierung für das Grab von Combe Capelle unterstreicht die große Seltenheit von Funden des frühen anatomisch modernen Menschen vor über 30.000 Jahren in Europa und bestätigt den Trend, dass aus dieser Zeit keine Bestattungen vorliegen. Zugleich wird deutlich, dass die Kultur des Chatelperronien in Frankreich ausschließlich von den letzten Neandertalern getragen wurde. Das neue Datum stellt das Hockergrab aus dem Abri von Combe Capelle in die Mittelsteinzeit (Mesolithikum), als der Mensch in einer warmzeitlichen Umwelt von Jagd, Fischfang und dem Sammeln unter anderem von Haselnüssen lebte. Bestattungen aus der älteren Mittelsteinzeit sind in Europa ausgesprochen selten und so bleibt das Grab von Combe Capelle ein herausragendes Zeugnis der europäischen Urgeschichte.

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19. November
2010

Nationale Verleihung des Europa Nostra Awards 2010 an das Neue Museum und das Baerwaldbad

Das Neue Museum, Museumsinsel Berlin, wurde heute im Rahmen eines Festaktes im Baerwaldbad (Berlin-Kreuzberg) mit einem Hauptpreis des "European Union Prize for Cultural Heritage / Europa Nostra Award" in der Kategorie "Erhaltung" ausgezeichnet.>Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, zeigte sich erfreut: "Dass das Neue Museum diesen höchsten Preis der Europäischen Union für das Kulturerbe erhalten hat, bestätigt uns in unserem Bemühen, das Welterbe Museumsinsel Berlin behutsam zu sanieren und gleichzeitig für zukünftige Nutzung zu modernisieren." Der Ort der Preisverleihung, das Baerwaldbad, erhielt in der Kategorie "Bildung, Ausbildung und Bewusstseinsbildung" ebenfalls einen Hauptpreis des Europa Nostra Awards. Dieser wird jedes Jahr für außergewöhnliche Leistungen in den Bereichen Restaurierung, Forschung und Bildung vergeben. Die beiden Projekte waren schon im Sommer dieses Jahres im Rahmen eines internationalen Festaktes in Istanbul geehrt worden, gemeinsam mit vier weiteren "Grand Prix Laureates", ausgewählt aus 139 Projekten aus 26 europäischen Ländern. Das Neue Museum der Staatlichen Museen zu Berlin, erbaut zwischen 1843 und 1859 nach Plänen von Friedrich August Stüler, war im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und teilweise zerstört worden. Nachdem 1985 in der DDR sein Wiederaufbau beschlossen worden war, wurde es nach der Wiedervereinigung ab 2003 nach Plänen von David Chipperfield Architects und Julian Harrap wiederhergestellt.Heute beherbergt es die Sammlungen des Ägyptischen Museums und Papyrussammlung und des Museums für Vor- und Frühgeschichte, ergänzt durch Objekte der Antikensammlung. Seit seiner Wiedereröffnung am 16. Oktober 2009 zählte es bereits rund 1,3 Mio. Besuche. Für seine Wiederherstellung hat das Neue Museum zahlreiche weitere Preise erhalten: Den BDA-Preis Berlin 2009, einen Sonderpreis zum Architekturpreis Berlin 2009, die "Große Nike" (Hauptpreis) und die Nike für Detailvollkommen2 heit 2010 vom Bund Deutscher Architekten, den BZ-Kulturpreis Berlin sowie den Travel + Leisure Design Award 2010 in der Kategorie "Bestes Museum". Darüber hinaus erhielt es 2010 vom Royal Institute of British Architects den RIBA Award und den RIBA Crown Estate Conservation Award sowie vom American Institute of Architecture UK Chapter den Excellence in Design Award in der Kategorie "Historical Preservation/Restoration".

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09. November
2010

Spektakuläre Funde bei Grabung in Berlin: Verschollen geglaubte Werke der "Entarteten Kunst" geborgen

Bei Grabungen im historischen Zentrum Berlins haben Archäologen des Landes Berlin elf Skulpturen gefunden, die 1937 im Zuge der nationalsozialistischen Aktion "Entartete Kunst" in deutschen Museen beschlagnahmt worden sind. Es handelt sich um Bronzen von Edwin Scharff, Otto Baum, Marg Moll, Gustav Heinrich Wolff, Naum Slutzky und Karl Knappe sowie Teile von Keramikarbeiten von Otto Freundlich und Emy Roeder. Drei weitere geborgene Werke sind noch nicht identifiziert: Die Bronze einer Frau, eine nur in Teilen erhaltene, stark zerscherbte Keramikskulptur sowie ein Torso und ein Kopf, die vermutlich zu derselben Steingussfigur gehören. Die Bronzen sind im Wesentlichen unbeschädigt, haben aber durch die lange Lagerung und den Brand eine starke Patina.Die Objekte sind ab dem 9. November 2010 in einer Ausstellung im Griechischen Hof des Neuen Museums, Museumsinsel Berlin, zu sehen. Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, stellt dazu fest: "Wie man sieht, ist die Archäologie immer wieder für Überraschungen gut: Bei Grabungen, die die mittelalterliche Geschichte Berlins zum Gegenstand haben, finden sich nun höchst interessante und zugleich tief berührende Spuren der jüngsten Vergangenheit. Die gefundenen Objekte und ihre Geschichte so umfassend wie möglich zu erforschen, wird nun der nächste Schritt sein." Matthias Wemhoff, Direktor des Museums für Vor- und Frühgeschichte und Landesarchäologe des Landes Berlin: "Dieser Fund ist einzigartig. Noch nie sind Kunstwerke mit diesem Hintergrund bei einer Ausgrabung gefunden worden. Der Skulpturenfund betont eindrucksvoll die Bedeutung, die die archäologischen Untersuchungen vor Baumaßnahmen im Berliner Zentrum besitzen." Klaus Wowereit: "Die Funde der von den Nazis als entartet diffamierten Kunst verweisen auf das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte, der gegenüber Berlin eine besondere Verantwortung hat und wahrnimmt. So wie diese Kunstwerke sich uns jetzt präsentieren, ist ihnen aber auch die Geschichte der vergangenen 60 Jahre eingebrannt. Das vor allem macht sie einmalig." Als Bodenfunde sind die Skulpturen Eigentum des Landes Berlin. Sie werden nun im Neuen Museum im Rahmen der Ausstellung des Museums für Vor- und Frühgeschichte präsentiert. Das Museum ist aufgrund einer historisch gewachsenen Verbindung Depositalmuseum für die Berliner Landesarchäologie, bewahrt also alle Bodenfunde des Landes. Sein Direktor ist in Personalunion Landesarchäologe des Landes Berlin. Im Rahmen der Aktion "Entartete Kunst" beschlagnahmte und entzog der NS-Staat eine große Menge von Kunstwerken überwiegend in öffentlichen Museen und Sammlungen, aber auch bei Privatpersonen. Als propagandistischer Höhepunkt wurde 1937 die Ausstellung "Entartete Kunst" in München eröffnet, die anschließend in Berlin und zahlreichen anderen Städten gezeigt wurde. Die insgesamt weit umfangreicheren Bestände aus den Beschlagnahmungsaktionen sollten möglichst devisenbringend verkauft werden. Dies gelang nur teilweise, ein großer Bestand blieb in Berlin erhalten. Über diesen verfügte eine Abteilung des Reichspropagandaministeriums. Ein Teil dieser Werke gelangte später in den Bestand verschiedener Kunsthändler und wurde so bewahrt. Die staatlichen Maßnahmen wurden nachträglich durch das "Gesetz über die Einziehung von Erzeugnissen entarteter Kunst" vom 31. Mai 1938 legalisiert. Viele staatliche Sammlungen weisen bis heute Lücken im Bereich der Kunst der Klassischen Moderne auf. So auch die Sammlung der Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin, für die jedoch einige der erhaltenen Werke durch Kauf oder Schenkung zurück erworben werden konnten. Die Fundumstände Die Kunstwerke wurden bei Grabungen in der Rathausstraße, der ehemaligen Königstraße 50, gegenüber dem Roten Rathaus gefunden. Im Vorfeld des Weiterbaus der U5 vom Alexanderplatz bis zum Brandenburger Tor finden seit Oktober 2009 archäologische Untersuchungen im Straßenbereich und auf der Grünfläche vor dem Roten Rathaus statt. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Erforschung der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Siedlungsgeschichte. In der Regel beginnt die Ausgrabung auf dem Niveau der jüngsten Kellerböden. Um diese zu erreichen, müssen die Grundstücke zunächst "enttrümmert", also von darüber liegendem Material frei geräumt werden. Diese Arbeiten, die aufgrund der Schuttmengen nur mit dem Bagger möglich sind, werden von Archäologen und Mitarbeitern des Landesdenkmalamtes Berlin beobachtet und dokumentiert. Im Januar 2010 wurde ein auffälliger metallener Gegenstand geborgen, der nach einer ersten Reinigung in der Werkstatt des Museums für Vor- und Frühgeschichte wenige Tage darauf als Kunstwerk identifiziert wurde. Einige Wochen später stand fest, dass es sich um ein Bildnis der Schauspielerin Anni Mewes von Edwin Scharff handelte. Die Tragweite des Fundes war jedoch noch nicht erkennbar, da es sich zu diesem Zeitpunkt um einen Einzelfund mit einer Fülle denkbarer Hintergründe handelte. Im August 2010 wurden in der Nordwestecke des Kellers weitere Bronze- und Terrakottaskulpturen entdeckt und ebenfalls ins Museum für Vor- und Frühgeschichte gebracht. Mit der Identifikation des roten Terrakottakopfes als Teil der Arbeit "Die Schwangere" von Emy Roeder wurde die Verbindung zu der Aktion "Entartete Kunst" deutlich. Aus der Nordwestecke stammen außerdem "Stehendes Mädchen" von Otto Baum, "Tänzerin" von Marg Moll, "Hagar" von Karl Knappe, die Fragmente des "Kopfes" von Otto Freundlich sowie ein großer Torso und ein möglicherweise zugehöriger Kopf einer in Steinguss ausgeführten Skulptur, die noch nicht identifiziert ist. Im Rahmen einer Nachgrabung Ende Oktober 2010 wurden schließlich noch die weibliche Büste von Naum Slutzky, die stehende Gewandfigur von Gustav Heinrich Wolff, die unidentifizierte bronzene Gewandfigur einer Frau, die eine Traube hält, sowie Scherben einer ebenfalls noch nicht identifizierten Keramikskulptur gefunden. Die Skulpturen wurden in einem räumlich eng begrenzten Areal geborgen, das allerdings durch eine Kellerwand geteilt war. In einem Kellerteil konnte nachgewiesen werden, dass die Skulpturen deutlich oberhalb der Einrichtungsgegenstände des Kellers lagen, in dem anderen Raum waren keine Spuren der ursprünglichen Einrichtung nachweisbar. Dies legt nahe, dass die Skulpturen nicht im Keller aufbewahrt wurden, sondern aus einer der darüber liegenden Etagen herabstürzten. Der Brand des Hauses ließ sämtliche Zwischendecken einstürzen Sollten sich in dem Haus darüber hinaus Gemälde oder andere brennbare Kunstwerke befunden haben, wären diese wohl vollständig verbrannt. Der Weg der Kunstwerke in die Königstraße 50 Der Weg der identifizierten Kunstwerke lässt sich bis ins Jahr 1941/42 nachzeichnen. Nach ihrer Beschlagnahme in Museen (Nationalgalerie, Berlin, Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg, Staatsgalerie Stuttgart, Schlesisches Museum der Bildenden Künste, Breslau, Kunsthalle Karlsruhe, Staatsgemäldesammlungen München) wurde ein Teil von ihnen in der Ausstellung "Entartete Kunst" gezeigt. Die übrigen lagerten, gemeinsam mit anderen noch nicht verwerteten Beständen der Beschlagnahmeaktion, in einem Keller des Reichspropagandaministeriums. Wie die Kunstwerke in die Königstraße gelangten, ist noch nicht abschließend geklärt. Unter den ehemaligen Bewohnern des Hauses war allerdings eine Person zu ermitteln, die auf den ersten Blick eine Verbindung zu den Skulpturen gehabt haben könnte: Erhard Oewerdieck (1893-1977), ein Treuhänder und Steuerberater, der 1941 Büroräume im vierten Stock des Hauses Königstraße 50 gemietet hatte. Gemeinsam mit seiner Frau Charlotte (1903-1981) half er während des Krieges jüdischen Mitbürgern, wofür das Ehepaar von der Gedenkstätte Yad Vashem als "Gerechte unter den Völkern" geehrt wurde. Oewerdiecks Tresor mit Geschäftspapieren, der zusammen mit den Skulpturen geborgen werden konnte, enthielt allerdings keine Hinweise auf Kunst. Im Rahmen der weiteren Forschungen zu dem Fund werden umfassende Recherchen zu allen Spuren, die über dessen Geschichte Aufschluss geben könnten, nötig sein.

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15. Oktober
2010

Neues Museum feiert Einjähriges

Zum 15. Oktober 2010 jährt sich zum ersten Mal die Wiedereröffnung des Neuen Museums auf der Museumsinsel Berlin. Mehr als 1,2 Millionen Besucherinnen und Besucher sahen seitdem die Ausstellungen des Ägyptischen Museums und Papyrussammlung sowie des Museums für Vor- und Frühgeschichte mit Objekten der Antikensammlung. Bis zur Wiedereröffnung des durch Kriegseinwirkungen zerstörten Museums waren 70 Jahre vergangen.Bereits im September 2010 konnte Michael Eissenhauer, Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin, den einmillionsten Gast in dem von David Chipperfield Architects wiederhergestellen Museum begrüßen: "Das Konzept der ergänzenden Wiederherstellung hat den Grundstein für den sensationellen Erfolg des Neuen Museums gelegt. Architektur und Kunst gehen hier eine wunderbare Symbiose ein. Das Neue Museum ist ein Gesamtkunstwerk." Durch das Wiederaufbaukonzept von David Chipperfield Architects (DCA) wurde das Neue Museum zum eindringlichen Denkmal der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts und zu einem bedeutenden Architekturereignis. Täglich besuchen ca. 4000 Menschen das Haus. Die Führungskräfte der Staatlichen Museen zu Berlin veranstalteten im ersten Jahr insgesamt 6800 Führungen mit 119.000 Teilnehmern, davon ca. 4100 mit Schulklassen und mehr als 75.000 Schülern. Während der Großteil der Schulkassen aus Berlin und Brandenburg stammt, haben viele Besucher aus Deutschland ihre Berlinreise zu einem Museumsbesuch genutzt. Etwa 25 Prozent der Besucher stammen aus dem Ausland. Mehr als ein Viertel der Besucher nutzt inzwischen die Möglichkeit, Eintrittskarten für das Neue Museum im Vorverkauf zu erwerben. Fast 20 % aller Tickets wurden über das Internet gebucht. Dadurch werden lange Wartezeiten vermieden. Aus konservatorischen Gründen sind nur 1.200 Personen gleichzeitig im Gebäude zugelassen. Die durchschnittliche Verweildauer beträgt zweieinhalb Stunden. Michael Eissenhauer: "Jetzt sehnen wir das Neue Eingangsgebäude herbei, das derzeit nach Plänen von David Chipperfield auf der Museumsinsel errichtet wird. In der James-Simon-Galerie werden wir ab 2014 zentrale Service-Einrichtungen für die Besucherinnen und Besucher anbieten und damit die Aufenthaltsqualität auf der Museumsinsel nachhaltig verbessern können." Im ersten Jahr seines Bestehens wurde das Neue Museum mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der BDA-Preis Berlin 2009, der Sonderpreis zum "Architekturpreis Berlin 2009", der Travel + Leisure Design Award 2010, der RIBA Award 2010, die "Große Nike" des BDA sowie der Europa Nostra Award 2010, der Preis der Europäischen Union für das Kulturerbe. Highlights aus den Sammlungen Ägyptisches Museum und Papyrussammlung Das bedeutendste Kunstwerk ist die Büste der Nofretete ("Die Schöne ist gekommen"), 1351-1334 v. Chr., Amarna, Ägypten. Sie stellt die königliche Gemahlin des Pharaos Echnaton dar und gilt als Glanzlicht der Amarna-Sammlung des Berliner Ägyptischen Museums und Papyrussammlung: Um 1340 v. Chr. in der Bildhauerwerkstatt des Oberbildhauers Thutmosis in der Residenzstadt Achetaton geschaffen, repräsentiert die Büste die Reife der späteren Amarna-Kunst. Museum für Vor- und Frühgeschichte Der "Berliner Goldhut", die Tiara eines bronzezeitlichen Herrschers aus der Zeit um 1000 v. Chr. unbekannten Fundorts, ist von seiner Größe und seinem guten Erhaltungszustand her einmalig. Die Stempeleindrücke auf dem fast papierdünn ausgetriebenen Goldblech haben astrale Bezüge. Die Anordnung und Zahl der Ornamente ist nicht zufällig, denn sie erlaubt Berechnungen des 19jährigen Sonne-Mondzyklus mit 228 Sonnen- bzw. 235 Mondmonaten. Wer dieses Ornament zu deuten verstand, konnte die kalendarischen Verschiebungen zwischen Sonnen- und Mondjahr berechnen, Mondfinsternisse voraussagen und Festtermine bestimmen. Antikensammlung Die Bronzestatue des Xantener Knaben, aus dem Rhein bei Xanten / Lüttingen, wird in die frühe römische Kaiserzeit datiert und ist von herausragender Schönheit. Zwei marmorne Kolossalstatuen von Göttern aus Ägypten, spätere römische Kaiserzeit, deren Aufstellung im neu erschaffenen Südkuppelsaal von David Chipperfield erfolgte, stehen als Südpunkt auf der Achse des Lichts und versinnbildlichen dadurch die Verbindung zum alten Ägypten im Nordkuppelsaal: Helios blickt zu Nofretete. Dreitägige Schließung des Neuen Museums wegen Reinigungs- und Wartungsarbeiten im Januar 2011: Aufgrund des großen Besucherandranges sind Reinigungs- und Wartungsarbeiten erforderlich. Das Neue Museum auf der Museumsinsel Berlin wird daher von Montag, 24. Januar 2011, bis einschließlich Mittwoch, 26. Januar 2011, geschlossen sein.

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01. September
2010

Einmillionster Gast im Neuen Museum

Am Mittwoch, dem 1. September 2010, begrüßte um 11 Uhr Michael Eissenhauer, Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin, Harald Fuchs (48) aus der Nähe von Erlangen als einmillionsten Besucher im Neuen Museum und übergab ihm die umfangreiche Publikation "Neues Museum" aus dem Nicolai Verlag Berlin sowie einen Blumenstrauß.Harald Fuchs war in Begleitung seiner Tochter Claudia (8) auf dem Weg vom Ostseeurlaub zurück nach Hause. Die beiden machten einen Zwischenhalt in Berlin, um die Nofretete im Neuen Museum zu sehen. Im Anschluss an die Begrüßung führte Herr Eissenhauer in Begleitung von Friederike Seyfried, Direktorin des Ägyptischen Museums und Papyrussammlung, sowie Matthias Wemhoff, Direktor des Museums für Vor- und Frühgeschichte, ihren Gast durch das Neue Museum. Seit der Wiedereröffnung des Neuen Museums am 16. Oktober 2009 ist das Interesse der Besucher ungebrochen. Monatlich belaufen sich die Besuchs-zahlen auf mehr als 100.000, am Tag nutzen nahezu 4.000 Menschen die Möglichkeit, dieses einzigartige Bauwerk und seine Kunstschätze zu bestaunen.

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16. April
2010

Neues Museum erhält Preis der Europäischen Union für Kulturerbe

Das Neue Museum wird mit dem "Europa Nostra Award" für außergewöhnliche Leistungen auf dem Gebiet der Restaurierung, Forschung und Bildung ausgezeichnet.Das Haus auf der Museumsinsel ist nach Plänen von David Chipperfield und Julian Harrap wiederhergestellt worden und erhält den renommierten Kulturerbepreis in der Kategorie "Konservierung". Die Auszeichnung nimmt der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, am 10. Juni in Istanbul entgegen. Insgesamt wurden aus 140 eingereichten Projekten 29 Preisträger aus 15 Ländern von unabhängigen Experten aus ganz Europa ausgewählt. Das Neue Museum wurde zwischen 1843 und 1855 errichtet. Nach der weitgehenden Zerstörung im Zweiten Weltkrieg war 2003 mit dem Wiederaufbau begonnen worden. Seit seiner Eröffnung im Oktober 2009 besuchten bereits weit über eine halbe Million Menschen das Neue Museum.

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22. März
2010

Präsident des Europäischen Parlaments zu Besuch im Neuen Museum

Am 22. März 2010 besuchte seine Exzellenz Jerzy Buzek, Präsident des Europäischen Parlaments, das Neue Museum. Michael Eissenhauer, Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin, bereitete dem Gast einen herzlichen Empfang im Kolonnadenhof und wohnte der Eintragung des Präsidenten ins Gästebuch des Hauses bei.Anschließend führte Friederike Seyfried, Direktorin des Ägyptischen Museums und Papyrussammlung, den Besucher durch das Neue Museum. Besonders begeisterte ihn die Architektur des Hauses mit dem großen Treppenhaus, das im Zweiten Weltkrieg stark zerstört und von David Chipperfield behutsam restauriert und wiederhergestellt wurde. Die beeindruckende Leistung David Chipperfields beim Wiederauf-bau des Neuen Museums ist bereits mit mehreren Architekturpreisen ausgezeichnet worden. Herr Buzek bewunderte bei seinem Rundgang natürlich auch die weltberühmte Büste der Nofretete. Sichtlich beeindruckt zeigte er sich von der Ausdrucks-kraft des "Berliner Grünen Kopfes". Anschließend bedankte er sich bei Frau Seyfried für ihre hervorragende Führung und verabschiedete sich von seinen Gastgebern.

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15. März
2010

Bundespräsident Horst Köhler besucht das Neue Museum

Am Abend des 15. März 2010 besuchte Bundespräsident Horst Köhler in Begleitung seiner Gattin Eva das Neue Museum. In Empfang genommen wurden die hohen Gäste von Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, sowie von Michael Eissenhauer, Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin.Das Ehepaar Köhler wurde anschließend von Friederike Seyfried, Matthias Wemhoff und Andreas Scholl, den drei Direktoren der Sammlungen im Neuen Museum, durch das wiedereröffnete Haus geführt. Die weltberühmte Büste der Nofretete faszinierte das Ehepaar ganz besonders. Für die religionsgeschichtlichen Hintergründe der Amarna-Zeit interessierte sich das Ehepaar ebenfalls sehr. Begeistert zeigten sie sich auch von dem einzigartigen "Berliner Goldhut" des Museums für Vor- und Frühgeschichte. Herr und Frau Köhler waren tief beeindruckt von der Harmonie des restaurierten Baus im Einklang mit den Exponaten. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg war das Neue Museum fast 60 Jahre lang eine Ruine. Im Oktober 2009 wurde es nach der Restaurierung durch den Architekten David Chipperfield feierlich wiedereröffnet und ist seitdem wieder der Öffentlichkeit zugänglich.

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11. März
2010

Neues Museum - ein Bildungserlebnis mit Servicequalität

Unter diesem programmatischen Titel fand am 22. Januar 2010 auf der Berliner Museumsinsel eine Fachtagung statt, zu der die Besucher-Dienste der Staatlichen Museen zu Berlin (SMB) eingeladen hatten.Mehr als 65 Fachleute aus deutschen Museen informierten sich über die für das Neue Museum eingesetzten Systeme in Ticketing und Führungsbuchung, lernten Ansätze der SMB im Qualitätsmanagement kennen, gewannen Einblicke in ein EU-Schulungsprogramm für Aufsichtspersonal und diskutierten über die Frage, welches Instrumentarium heute für Museen notwendig ist, um Massentourismus und Bildungsarbeit mit guter Service-, Aufenthalts- und Erlebnisqualität im Dauerbetrieb zu verbinden. Die Tagungsteilnehmer konnten sich von der Leistungsfähigkeit und Flexibilität des Zeitfenstersystems überzeugen. Michael Eissenhauer, Generaldirektor der SMB, konstatierte: "Obwohl nur maximal 1.200 Gäste gleichzeitig im Neuen Museum sein dürfen, hatten wir dort seit seiner Eröffnung bereits über 300.000 Besuche. Besonders stolz sind wir aber auch darauf, dass die durchschnittliche Verweildauer unserer Gäste im Neuen Museum bei mehr als 2,5 Stunden liegt. Dies zusammenzubringen ist eine logistische Meisterleistung. Sie ist nur möglich mit Hilfe eines neu eingeführten Ticketbuchungssystems, das den Besuchern eine Alternative zum Schlangestehen bietet, indem es durch Buchung von Zeitfenstern eine verlässliche Planung des Museumsbesuchs ermöglicht und zugleich zu einer besseren Auslastung der kostbaren Ressource Neues Museum über den gesamten Tag führt." Verbindliche Zutrittszeiten für Museen wurden von den Tagungsteilnehmern als wegweisendes Serviceangebot bewertet. Die Warteschlange, in Marketing und Medien immer noch gern als Qualitätsindikator beschworen, scheint mehr und mehr ein Auslaufmodell zu sein.

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22. Februar
2010

Neues Museum zum "Besten Museum 2010" gekürt

Das Neue Museum konnte im letzten Jahr mit dem Innovationspreis des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft, dem Architekturpreis Berlin und dem Sonderpreis des Bundes Deutscher Architekten Berlin bereits drei hochkarätige nationale Auszeichnungen erringen. Nun hat das Museum seine erste internationale Ehrung erhalten.Das renommierte amerikanische Reisemagazin "Travel + Leisure" vergibt jährlich die begehrten "Best Design"-Awards in 16 Kategorien, um "herausragendes Design und moderne Architektur in der Welt des Reisenden" auszuzeichnen. Im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung am 22. Februar in San Francisco erhielt das Neue Museum die Auszeichnung "Best Museum 2010". Die Jury lobte in ihrer Begründung vor allem David Chipperfields einzigartige "Einbettung architektonischer Innovation in einen historischen Raum". Das ursprünglich im 19. Jahrhundert erbaute Museum war nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg fast 60 Jahre lang eine Ruine. Der Wiederaufbau des Gebäudes unter Leitung David Chipperfields konnte im Oktober 2009 mit der Wiedereröffnung des Museums abgeschlossen werden. Der Ansturm auf das Museum mit der weltberühmten Büste der Nofretete ist seitdem ungebrochen.

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17. Februar
2010

DNS-Analyse der Mumie des Tutanchamun bestätigt kunstwissenschaftliche Bildanalyse

Die vor kurzem von Zahi Hawass, Generalsekretär der ägyptischen Altertümerverwaltung, veröffentlichten Ergebnisse der DNS-Analyse der Mumie des Tutanchamun haben einen unmittelbaren Bezug zum Ägyptischen Museum und Papyrussammlung in Berlin.Eines der bekanntesten Ausstellungsobjekte ist das Relief "Spaziergang im Garten", das an zentraler Stelle im Neuen Museum nahe der Büste der Nofretete präsentiert wird. Das bemalte Kalksteinrelief zeigt das Königspaar Tutanchamun und Anches-en-Amun, eine der Töchter Nofretetes und Echnatons. Eine erstmals 1980 von Dietrich Wildung, Ägyptisches Museum, veröffentlichte kunstwissenschaftliche Analyse des Bildes wies auf ein Krankheitsbild von Tutanchamun hin, das nun durch die heute publizierte DNS-Analyse der Mumie bestätigt wird. Besondere Beachtung fand dabei die Haltung des Königs auf dem Relief. Er stützt sich auf einen Stock und hat ein Bein kraftlos untergeschlagen - ein Hinweis auf eine Beinverletzung. Die DNS-Analyse der Mumie macht nun deutlich, dass Tutanchamun extrem geschwächt und wegen einer Deformation des linken Fußes gehbehindert war. Alles weist darauf hin, dass er Schmerzen hatte und am Stock ging. Das Berliner Relief "Spaziergang im Garten"" ist die authentische zeitgenössische Darstellung dieses Befundes. Der ägyptische Künstler hat das Krankheitsbild jedoch diskret und ästhetisch so ansprechend dargestellt, dass der schockierende Bildinhalt nicht sofort ins Auge springt. Die Frage der Identität der Mumien aus den Gräbern 55 und 35 im Tal der Könige bleibt weiterhin offen. Sie sind durch die DNS-Analyse als Tutanchamuns Eltern und als Geschwister nachgewiesen. Für eine nicht auszuschließende Gleichsetzung mit Echnaton und Nofretete fehlen jedoch eindeutige Beweise. Die DNSAnalyse bildet für die Historiker eine Herausforderung, den Fragenkomplex der Eltern des Tutanchamun unter Berücksichtigung der aktuellen Forschungsergebnisse neu zu behandeln.

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13. Februar
2010

Kroatischer Präsident im Neuen Museum

Am Nachmittag des 13. Februars 2010 durften der Generaldirektor Michael Eissenhauer, die Direktorin des Ägyptischen Museums und Papyrussammlung Friederike Seyfried und die stellvertretende Direktorin des Museums für Vor-und Frühgeschichte Alix Hänsel einen hochrangigen Staatsbesuch empfangen. Bei seinem Berlin Aufenthalt ließ sich der kroatische Staatspräsident Stjepan Mesić den Besuch des Neuen Museums nicht nehmen.Der Gang durch vergangene Kulturen führte beide zuerst durch die Sammlung des Ägyptischen Museums und Papyrussammlung. Besonders verzauberte auch den Staatspräsidenten die weltberühmte und geheimnisvolle Büste der Nofretete. Die berühmte Sammlung der Amarna-Kunst und der "Berliner Grüne Kopf" durften bei diesem Besuch ebenfalls nicht fehlen. Aber auch das Museum für Vor- und Frühgeschichte mit Objekten der Antikensammlung beeindruckte den Staatsmann mit bestaunenswerten Artefakten. Der Schädel des Neandertalers von Le Moustier oder Heinrich Schliemanns Trojanische Altertümer sind nur einige Objekte, die diesen Staatsbesuch gebührend empfingen.

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08. Februar
2010

Leonardo DiCaprio zu Gast

Mit dem Besuch des Schauspielers Leonardo DiCaprio am 15. Februar 2010 zog bei den Staatlichen Museen zu Berlin Hollywood-Glanz ein.Seinen Aufenthalt im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele Berlin nutzte der Schauspieler zu einer Museumstour mit seiner Freundin Bar Refaeli. Friederike Seyfried, Direktorin im Neuen Museum, ließ es sich nicht nehmen, dem Paar die weltberühmte Amarna-Sammlung mit der Büste der Nofretete, den "Grünen Kopf" und den "Berliner Goldhut" zu zeigen. Im Pergamonmuseum bestaunte der prominente Besuch anschließend den Pergamonaltar, das Markttor von Milet und die Mschatta-Fassade. Die fulminanten und großformatigen Tieraquarelle Walton Fords, die derzeit im Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin ausgestellt sind, beeindruckten die beiden schließlich besonders. DiCaprio kannte viele der Geschichten, die Ford als Vorlage für die Bilder dienten, und zeigte ein umfangreiches Wissen über die dargestellten Tiere. "Für uns ist das immer schön, wenn der Besucher so eine hohe Vorbildung hat", freute sich Kuratorin Britta Schmitz.

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06. November
2009

The Edge von U2 im Neuen Museum

Überraschender Besuch kündigte sich am Morgen des 6. Novembers 2009 an: Der Gitarrist der Rockgruppe U2, die am Vorabend im Rahmen der MTV European Music Awards ein kostenloses Konzert am Brandenburger Tor gaben und bei der anschließenden Preisverleihung als best live act ausgezeichnet wurden, ließ sich durch das wiedereröffnete Haus führen.Friederike Seyfried, die Direktorin des Ägyptischen Museums und Papyrussammlung, zeigte nicht nur die Zeugnisse der ägyptischen Hochkultur, sondern erzählte auch die wechselhafte Geschichte des Hauses, das im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört und durch den britischen Stararchitekten David Chipperfield aufwändig erneuert wurde. Neben Chipperfields Architektur faszinierten The Edge besonders die Schätze aus der Regierungszeit des Pharaos Echnaton, der den Sonnengott Aton über alle Götter Ägyptens erhob und ihm eine neue Hauptstadt weihte, sowie der weltberühmte Berliner Goldhut.

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30. Oktober
2009

Architekturpreise für das Neue Museum

Gleich zweimal wurde das wiederhergestellte Neue Museum für seine einzigartige Architektur prämiert.Eine Woche vor der Wiedereröffnung im Oktober 2009 würdigte der Bund Deutscher Architekten Berlin die architektonische Meisterleistung David Chipperfields und verlieh dem Museum den BDA-Preis Berlin 2009: "Der Wiederaufbau des Neuen Museums steht einerseits für die wesentliche Prägung der Stadt durch Kulturbauten und Orte, die das kollektive Gedächtnis der Hauptstadt sind. Andererseits ist er ein überzeugender Beitrag für einen Weg jenseits der reinen Rekonstruktion. Denn der Versuch, durch die Wiederholung der historischen Gestalt Geschichte sichtbar zu machen, als wäre nichts gewesen, wäre ahistorisch." Kurz nach der Eröffnung des Museumsgebäudes wurden David Chipperfield mit den Staatlichen Msueen zu Berlin durch den Architekturpreis Berlin 2009 für die Wiederherstellung des Neuen Museums mit einem Sonderpreis ausgezeichnet. Die herausragende bauliche Leistung des Stararchitekten wird hier auch historisch begründet: "Sowohl der mit dem Preis als auch der mit dem Sonderpreis ausgezeichnete Beitrag würden ohne die Mauerbeseitigung nicht existieren. Das unterstreicht das Votum der Jury, eben diese beiden Arbeiten zum 20. Jahrestag des Mauerfalls besonders hervorzuheben."

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04. Oktober
2009

Die Schöne ist gekommen. Nofretete zurück im Neuen Museum

Die Büste der Nofretete ist heute mit äußerster Vorsicht aus dem Alten Museum in das Neue Museum gebracht worden.Der Ablauf des Umzugs erfolgte unter Aufsicht Friederike Seyfrieds, der Direktorin des Ägyptischen Museums und Papyrussammlung, gemäß modernster Prinzipen der präventiven Konservierung.Neben Wissenschaftlern des Ägyptischen Museums und Papyrussammlung waren daran Wissenschaftler des Rathgen-Forschungslabors der Staatlichen Museen zu Berlin sowie der Technischen Universität Berlin beteiligt. Sie hatten vor und während des Transports unter anderem schwingungsmechanische Messungen vorgenommen, um den Umzug der Büste in einer klimatisierten Kiste so schonend wie möglich durchführen zu können. Für die Besucher und Besucherinnen wird Nofretete nach der Wiedereröffnung des Neuen Museums am 17. Oktober 2009 im Nordkuppelsaal zu besichtigen sein. Durch den Umzug ins Neue Museum ist sie an ihren ursprünglichen Ausstellungsort auf der Museumsinsel Berlin zurückgekehrt.

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21. September
2009

Der Goldhut zieht ins Neue Museum

Der weltberühmte Goldhut ist umgezogen! Seit der Schließung des Museums für Vor- und Frühgeschichte am Schloss Charlottenburg ist er nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Heute wurde er unter der Leitung von Matthias Wemhoff, Direktor des Museums für Vor- und Frühgeschichte, und Restaurator Hermann Born zu seinem zukünftigen Standort ins Neue Museum verbracht und aufgestellt. Mit der Wiedereröffnung des Neuen Museums am 17. Oktober 2009 wird er dort im Sternsaal, Raum 305, zu bewundern sein.Goldhüte wurden in der Spätbronzezeit wahrscheinlich als Kultgegenstände verwandt, die über Jahrhundert von politischen oder religiösen Oberhäuptern zu zeremoniellen und kulturellen Handlungen getragen wurden. In Europa sind nur vier bronzezeitliche Goldhüte erhalten. Der Berliner Hut ist aus Gold hauchdünn getrieben und mit in horizontalen Bändern angeordneten Stempelmustern verziert.

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10. September
2009

Karl Lagerfeld - Fotoshooting im Neuen Museum

Wenige Monate vor seiner Eröffnung, im Juli dieses Jahres, erlangte das Neue Museum bereits Model-Status: Karl Lagerfeld, der für die deutsche Vogue zum 30. Jubiläum eine ganze Ausgabe gestaltet, wählte das zu diesem Zeitpunkt noch fast leere Bauwerk für eine Fotostrecke aus.Fasziniert zeigte sich der Designer von der Architektur des Neuen Museums ebenso wie von den wenigen, größtenteils noch verhüllten Objekten, die er bei seinem Streifzug durch das Museum mit Matthias Wemhoff, dem Direktor des Museums für Vor- und Frühgeschichte, entdeckte. Mit seinem untrügerischen Gespür für Schönheit fing er die einzigartige Atmosphäre des Neuen Museums ein. Karl Lagerfelds bestechend schöne Fotografien sowie ein Portrait von Matthias Wemhoff sind in der schwarzen Jubiläumsausgabe der Vogue zu bewundern.

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17. August
2009

Neue Direktorin des Ägyptischen Museums und Papyrussammlung

Der Stiftungsrat der Stiftung Preußischer Kulturbesitz hat in seiner Sitzung am 26. Juni 2009 einstimmig Friederike Seyfried zur künftigen Direktorin des Ägyptischen Museums und Papyrussammlung der Staatlichen Museen zu Berlin gewählt. Damit folgt die promovierte Ägyptologin Dietrich Wildung, der Ende Juni in den Ruhestand getreten ist.Die 49-Jährige war zuvor Kustodin im Ägyptischen Museum der Universität Leipzig und will sich in ihrer neuen Tätigkeit vor allem auf die systematische wissenschaftliche Aufarbeitung der Berliner Sammlung und Kooperationen mit universitären und außeruniversitären Fachleuten konzentrieren. Die Ägyptische Sammlung, deren berühmtestes Exponat die Büste der Königin Nofretete ist, wird ab dem 17. Oktober 2009 erstmals seit der Zerstörung des Hauses während des Zweiten Weltkrieges wieder im Neuen Museum präsentiert werden.

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30. April
2009

Prinz Charles zu Besuch im Neuen Museum

Zusammen mit seiner Frau Camilla wurde der britische Thronfolger am zweiten Tag seines Deutschlandbesuches von David Chipperfield, dem Architekten des Neuen Museums, durch das Haus geführt. In Begleitung von Michael Eissenhauer, Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin, und Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, sowie den beiden Sammlungsdirektoren des Hauses Dietrich Wildung und Matthias Wemhoff, ließ sich Prinz Charles gut gelaunt die einzelnen Räume zeigen und die nächsten Schritte bei der Verwirklichung des Masterplans Museumsinsel erklären.Auch eine kurze Choreografie aus Sasha Waltz & Guests' Tanzprogramm "Dialoge 09 - Neues Museum" wurde dem Prinzen von Wales und der Herzogin von Cornwall im Nordkuppelsaal vorgeführt - jener beeindruckende Saal, in dem die Büste der Nofretete ab der Wiedereröffnung des Hauses am 16. Oktober ausgestellt sein wird. Nach einem Eintrag ins Gästebuch verabschiedete sich das Ehepaar, um seinen Staatsbesuch fortzusetzen, während auf der Museumsinsel die Bauarbeiten an der James-Simon-Galerie, die ebenfalls von David Chipperfield geplant wurde und 2013 fertig gestellt sein soll, wieder aufgenommen wurden.

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08. März
2009

35 000 Besucher bei den Tagen der offenen Tür im Neuen Museum

Insgesamt 35 000 Besucher strömten an den Tagen der offenen Tür vom 6. bis 8. März ins fertiggestellte Neue Museum. Die Schlange der Neugierigen zog sich am Alten Museum vorbei zuweilen bis zum Berliner Dom, was einer Wartezeit von bis zu zwei Stunden entsprach.Das fünfte Haus auf der Museumsinsel Berlin stieß bereits im Jahre 2007 während der Tage der offenen Tür anlässlich des Richtfests mit 25 000 Besuchern auf ein beachtliches Interesse. Dieses konnte jetzt noch einmal überboten werden, obwohl aus sicherheitstechnischen Gründen nur 1 200 Menschen gleichzeitig in das Gebäude gelassen wurden. Im April beginnt der Einzug der Exponate des Ägyptischen Museums und der Papyrussammlung, des Museums für Vor- und Frühgeschichte sowie der Antikensammlung, die mit der Eröffnung des Museums am 16. Oktober 2009 wieder der Öffentlichkeit präsentiert werden.

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05. März
2009

Schlüssel für das Neue Museum feierlich übergeben

Am 5. März 2009 übergab Wolfgang Tiefensee, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, den Schlüssel für das Neue Museum an Michael Eissenhauer, Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin.Dieser dankte dem Architekten David Chipperfield, dessen "Konzept der ergänzenden Wiederherstellung die üppige Fülle des späten Klassizismus und des Historismus Friedrich August Stülers mit der kargen Strenge modernen Bauens zu einer stimmigen Einheit gefügt" habe. Auch Bernd Neumann, Staatsminister für Kultur und Medien, Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Klaus Wowereit, Der Regierende Bürgermeister von Berlin sowie Michael Petztet, Präsident des Deutschen Nationalkomitees von ICOMOS, würdigten die architektonische Meisterleitung David Chipperfields. Während der Tage der offenen Tür vom 6. bis 8. März haben nun die Berlinerinnen und Berliner die Möglichkeit, das nach elfjähriger Bauphase wiederhergestellte Neue Museum zu bestaunen. Das Neue Museum wird am 16. Oktober mit Exponaten des Ägyptischen Museums und der Papyrussammlung sowie des Museums für Vor- und Frühgeschichte wiedereröffnet.

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Neues Museum

Kesselwagen

Zyprischer Kesselwagen aus Kition
Bronze 11./10. Jh. v. Chr.
Antikensammlung / SMB
Foto: Ingrid Geske

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